Warum gerade jetzt über einen Coaching-Beruf nachdenken?
Die Welt verändert sich rasant: Märkte, Technologien, Arbeitsformen, alles ist im Wandel. Für viele Menschen bedeuten diese Veränderungen mehr Unsicherheit, Schnelllebigkeit, Druck, im Job ebenso wie privat. In diesem Umfeld erleben Coaching, Begleitung und professionelle Reflexion eine Renaissance.
Deshalb lohnt sich heute der Blick auf den Zukunftsmarkt Coaching und den Coaching-Beruf: Wer sich jetzt als Coach ausbilden lässt, kann nicht nur Teil eines wachsenden Marktes werden, er hat auch die Chance, eine echte, nachhaltige Profession aufzubauen.
Als Gründer von CERTYCOACH®, mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung in verschiedenen Wirtschaftssegmenten und über zehn Jahren als Ausbildungsleiter, sehe ich deutlicher denn je: Der Bedarf an professionellen Coaches, mit entsprechendem Handwerkszeug, Methodik und ethischem Anspruch, wird wachsen.
In diesem Artikel möchte ich aufzeigen, wie sich der Coaching-Beruf in Zukunft entwickeln könnte, ob das Potenzial wirklich vorhanden ist und für wen eine Coaching-Ausbildung heute Sinn macht.
Der Status quo: Zahlen und Entwicklungen im Coaching-Markt
Bevor wir in die Perspektive schauen, hier ein kurzer Blick auf aktuelle Daten:
- Laut der jüngsten globalen Studie der International Coaching Federation (ICF) liegt der weltweite Branchenumsatz 2025 bei rund 5,34 Mrd. USD.
- Die Zahl der registrierten Coaches stieg gegenüber 2023 um 15 % auf einen Rekordwert von 122.974 weltweit. PR Newswire
- Im deutschsprachigen Raum beziffert die 4. Marburger Coaching-Studie (2016/17) das Marktvolumen auf etwa 520 Mio. Euro. RAUEN Group | Business-Coaching
- Laut einer aktuellen Coaching-Marktanalyse 2023 liegt das durchschnittliche Einkommen von Coaches bei rund 90.038 € im Jahr, das Stundenhonorar bei etwa 168,13 € – beide Werte zeigen eine Aufwärtstendenz. coaching-magazin.de
Diese Zahlen belegen zwei Dinge: Erstens, Coaching als Markt ist bereits etabliert und zweitens zeigt er Wachstum und Professionalisierung.
Hinzu kommt eine strukturelle Veränderung: Der Anteil von Online-Coaching steigt deutlich. Die Verschiebung von Präsenz- zu Online-Coaching war in den letzten Jahren massiv, und viele Coaches berichten, dass Online-Formate nicht nur ein Ersatz sind, sondern neue Chancen eröffnen.
All das unterstreicht: Der Coaching-Beruf ist längst kein Nischenfeld mehr, sondern ein wachsendes, professionelles Gewerk.
Warum Coaching in ein Zukunftsmarkt ist
Wenn wir über Zukunft reden, denken viele zuerst an Technologie, KI und Automation. Aber gerade in einer Welt, in der vieles berechenbar und digital wird, gewinnt eines an Bedeutung: Menschlichkeit, Begegnung, Reflexion.
Coaching bietet genau diesen Raum: für Menschen, die Orientierung brauchen, für Teams, die agile Zusammenarbeit suchen, für Führungskräfte, die Verantwortung tragen.
1. Mehr Geschwindigkeit, mehr Komplexität – Coaching als Anker
In Unternehmen steigen Anforderungen, Ziele ändern sich schneller, Strukturen werden flexibler. Entscheidend ist dann nicht nur Fachwissen, sondern Resilienz, Selbstführung, Anpassungsfähigkeit. Coaching kann helfen, diesen Wandel mit psychologischem und systemischem Bewusstsein zu begleiten.
2. Online & global – Coaching kennt keine Ortsgrenzen mehr
3. Professionalisierung und Qualitätsbewusstsein
Mit wachsender Nachfrage wächst auch das Bewusstsein für Qualität. Immer mehr Kunden wollen wissen: Wer steckt hinter „Coach“? Welche Ausbildung, welches Fundament? Hier gewinnt ein professioneller und strukturierter Ansatz, wie wir ihn bei CERTYCOACH® mit unseren ICF-orientierten Ausbildung verfolgen, an Bedeutung.
4. Coaching als 2. Standbein oder neue Berufung
Für viele Menschen – besonders Führungskräfte, Manager:innen, Selbständige – kann Coaching eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative sein. Es erlaubt, eigene Erfahrungen weiterzugeben, Menschen zu begleiten und gleichzeitig flexibel zu bleiben.
All diese Entwicklungen zusammen machen deutlich: Der Coaching-Beruf hat eine reelle Perspektive.
Lerne das Coaching Handwerk von A bis Z!
Meine Einschätzung: Wohin entwickelt sich der Coaching-Beruf?
Als jemand, der seit Jahrzehnten Menschen begleitet und Coaches ausbildet, sehe ich drei große Trends, die den Coaching-Beruf nachhaltig formen werden und bei denen sich heute eine Entscheidung für Coaching lohnen kann.
Trend 1: Coaching wird Teil der Unternehmensstrategie
Früher war Coaching oft einzelne Beratung. Heute wird es immer mehr Teil von Organisationsentwicklung, Führungskräfteentwicklung und Betriebskultur. Coaching gilt nicht länger als „Nice-to-have“, sondern als strategisches Instrument für Transformation, Resilienz und nachhaltige Entwicklung. Viele Unternehmen erkennen, dass Mitarbeitende nicht nur Fachkräfte sind, sondern Menschen mit Bedürfnissen, Werten und Potenzial. Dieser Wandel eröffnet Coaches neue Rollen: als Begleiter, Sparringspartner und Impulsgeber.
Trend 2: Diversität der Formate – vom Einzelcoaching bis Teamentwicklung
Trend 3: Professionalisierung, Ethik & Qualität als Unterscheidungsmerkmal
Je größer der Markt, desto größer die Verantwortung. Der Coaching-Beruf braucht Transparenz, Standards und Qualität, besonders, weil „Coach“ in vielen Ländern keine geschützte Berufsbezeichnung ist. Wer sich als Coach zukunftssicher aufstellen will, braucht eine solide Ausbildung, ethische Haltung und ständige Weiterentwicklung. Das macht Coaching seriös und unterscheidet professionelle Coaches von Schnellkurs-Anbietern.
Für wen lohnt heute eine Coaching-Ausbildung?
Sicher nicht für jeden und genau deshalb ist eine bewusste Entscheidung wichtig. Meiner Ansicht nach lohnt sich der Weg zur Coach-Ausbildung insbesondere für:
- Menschen mit umfangreicher Erfahrung (z. B. Führungskräfte, Manager:innen, Unternehmer:innen), die ihre Kompetenzen weitergeben wollen und Wert auf Tiefe und Professionalität legen.
- Personalentwickler:innen und HR-Expert:innen, die für die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden verantwortlich sind und neue Wege suchen, um Mitarbeitenden zu fördern.
- Berater:innen, Trainer:innen und jene, die Menschen bereits begleiten und dabei an Grenzen stoßen.
- Therapeut:innen und Menschen aus den Gesundheitsberufen, die eine ganzheitliche Begleitung anstreben.
- Personen, die ein zweites Standbein oder eine erfüllende Alternative zur bisherigen Berufslaufbahn suchen.
- Menschen, die bereit sind, sich weiterzuentwickeln, Empathie zu leben und andere Menschen in Ziel- und Veränderungsprozessen begleiten wollen.
Wenn Du Lust hast, mit Erfahrung und Haltung Menschen auf Augenhöhe zu begleiten, dann kann eine fundierte Coaching-Ausbildung der Beginn eines zukunftsfähigen Berufs sein.
Was den Zukunfts-Beruf Coach aus meiner Sicht ausmacht – ein persönliches Fazit
In über drei Jahrzehnten habe ich viele Wandel erlebt: Märkte kamen und gingen, Technologien haben uns verändert, Organisationen neu erfunden.
Aber eines bleibt: Der Mensch mit seiner Sehnsucht nach Sinn, Klarheit und Verbindung.
Coaching ist kein Modetrend. Es ist eine Antwort auf die zunehmende Komplexität unserer Zeit, auf den Wunsch nach Orientierung, auf das Bedürfnis, nicht nur zu funktionieren, sondern zu leben.
Deshalb glaube ich mit Überzeugung: Wer heute in Coaching investiert, sich ausbilden lässt, Haltung entwickelt, tiefe Reflexion mitbringt, der baut an etwas, das Bestand haben kann. Einen echten Beruf: den Zukunfts-Beruf Coach.
Wenn Du für Dich darüber nachdenkst, ob Du diesen Weg gehen willst: Gerne begleite ich Dich auf diesem Weg. Mit Erfahrung, Augenmaß und demselben Respekt für Menschen, der mich seit jeher leitet.