Eine Coaching-Zertifizierung schafft Orientierung, wenn man weiß, was dahintersteht
Wer nach einer Coaching-Ausbildung sucht, begegnet dem Thema Zertifizierung ziemlich schnell. Fast jedes Institut wirbt mit Zertifikaten, Siegeln, Standards oder Verbandszugehörigkeiten. Man könnte auch von einem Zertifizierungs-Dschungel sprechen, der für viele Coaching-Interessierte verwirrend wirkt. Denn was sagt ein Zertifikat tatsächlich darüber aus, wie professionell eine Ausbildung ist?
Für die Tätigkeit als Coach gibt es in Deutschland keine staatlich einheitlich geregelte Berufsausbildung oder Zulassung. Auch die Berufsbezeichnung „Coach“ ist nicht geschützt. Das ermöglicht sehr unterschiedliche Ausbildungswege und Coaching-Ansätze. Gleichzeitig macht genau diese Offenheit den Markt schwer überschaubar.
Eine seriöse Coach-Zertifizierung kann deshalb Orientierung geben. Voraussetzung ist allerdings, dass Du weißt, wer zertifiziert, welche Anforderungen dahinterstehen und wie aussagekräftig das Zertifikat ist.
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Mehr InformationenVorteile einer Coach-Zertifizierung: Orientierung im unübersichtlichen Coaching-Markt
Die Offenheit des Coaching-Marktes hat zwei Seiten. Sie ermöglicht unterschiedliche Ansätze, Persönlichkeiten und Spezialisierungen. Gleichzeitig müssen Interessierte selbst genauer prüfen, was hinter einem Ausbildungsangebot steht.
Eine Zertifizierung kann dabei eine wichtige Orientierung sein, wenn nachvollziehbar ist, welche Qualitätsstandards ihr zugrunde liegen. Sie kann zeigen, dass sich jemand systematisch mit Coaching auseinandergesetzt, ein professionelles Rollenverständnis entwickelt und seine Coaching-Kompetenzen nicht allein aus Büchern oder der eigenen Lebenserfahrung erworben hat.
Das ist für angehende Coaches ebenso relevant wie für Menschen, die später einen Coach auswählen. Denn Coaching berührt persönliche, berufliche und manchmal sehr emotionale Themen. Menschen sprechen über Konflikte, Unsicherheiten, schwierige Entscheidungen und Veränderungen. Sie öffnen sich, reflektieren und kommen dabei nicht selten mit Seiten von sich in Kontakt, die sie im Alltag lieber vermeiden. Wer Menschen in solchen Prozessen professionell begleitet, sollte wissen, was er tut.
Eine seriöse Coach-Zertifizierung kann deshalb Vertrauen schaffen. Sie macht einen Ausbildungsweg nachvollziehbar und zeigt, dass sich ein Coach professionellen Standards gestellt hat.
Zertifizierung ist nicht gleich Zertifizierung
Gleichzeitig spiegelt sich nicht in jeder Zertifizierung automatisch auch Können wider. Wer verschiedene Angebote vergleicht, sollte zunächst unterscheiden, was eigentlich zertifiziert oder akkreditiert wird.
Ein Ausbildungsinstitut kann ein eigenes Abschlusszertifikat vergeben. Es bescheinigt, dass Du die Ausbildung dieses Anbieters erfolgreich absolviert hast. Davon zu unterscheiden ist die Akkreditierung eines Ausbildungsprogramms durch einen externen Berufsverband oder eine andere Organisation. Dabei wird geprüft, ob eine Ausbildung bestimmte definierte Anforderungen erfüllt.
Die International Coaching Federation (ICF) unterscheidet beispielsweise zwischen akkreditierten Ausbildungswegen und den persönlichen Zertifizierungsgraden ACC, PCC und MCC. ICF-akkreditierte Ausbildungsprogramme werden daraufhin überprüft, ob sie unter anderem an der ICF-Definition von Coaching, den Kernkompetenzen und dem Ethikkodex ausgerichtet sind.
Daher empfehlen wir immer, hinter eine Zertifizierung zu schauen und zu prüfen:
- Wer vergibt die Zertifizierung?
- Welche Anforderungen stehen dahinter?
- Wird nur die Teilnahme an einer Ausbildung bestätigt oder wird die Coach-Entwicklung tatsächlich begleitet?
- Wie viel Praxis gehört zum Ausbildungsweg?
- Bekomme ich qualifiziertes Feedback auf mein Coaching?
- Und welche Möglichkeiten eröffnet mir dieser Abschluss später?
Am besten lassen sich diese Fragen in einem persönlichen Gespräch mit Deinem Wunsch-Ausbildungsanbieter klären.
Internationale Coaching-Standards schaffen Transparenz
Wenn Zertifizierungen so unterschiedlich sein können, stellt sich die nächste Frage: Woran können sich Ausbildungsinteressierte orientieren? Eine Möglichkeit bieten etablierte Berufsverbände und Organisationen, die ihre Anforderungen an professionelles Coaching transparent definieren.
Zu den international etablierten Organisationen gehört die International Coaching Federation (ICF), der weltweit größte Coachingverband mit über 50.000 Mitgliedern. Die ICF-Kernkompetenzen sind methodenübergreifend angelegt. Sie schreiben Coaches nicht vor, mit welcher einzelnen Coaching-Methode sie arbeiten sollen. Sie definieren vielmehr einen Rahmen dafür, welche Haltung, welches Rollenverständnis und welche Kompetenzen professionelles Coaching auszeichnen.
Ein professioneller Standard soll nicht dafür sorgen, dass alle Coaches gleich arbeiten. Seriöse Coaches dürfen unterschiedliche Persönlichkeiten, Methoden und Schwerpunkte haben. Transparente Standards schaffen vielmehr einen gemeinsamen Qualitätsrahmen dafür, was professionelles Coaching leisten soll und welche Kompetenzen ein Coach dafür braucht.
Welche Coach-Zertifizierung passt zu Deinem Vorhaben?
Nicht jeder Mensch, der Coaching lernen möchte, verfolgt dasselbe Ziel. Manche möchten sich haupt- oder nebenberuflich als Coach positionieren. Andere wollen Coaching mit ihrer bisherigen beruflichen Expertise verbinden. Führungskräfte möchten Coaching-Kompetenzen in der Mitarbeiterführung einsetzen, HR-Verantwortliche Entwicklungsprozesse professioneller begleiten und Berater oder Trainer ihr bestehendes Kompetenzprofil erweitern.
Wer langfristig professionell als Coach arbeiten und beispielsweise mit Unternehmen oder anspruchsvollen Auftraggebern zusammenarbeiten möchte, wird andere Anforderungen an Ausbildung und Zertifizierung stellen als jemand, der Coaching-Kompetenzen hauptsächlich innerhalb seiner bestehenden Rolle nutzen möchte.
Die Qualität der Ausbildung bleibt trotzdem entscheidend. Denn sobald wir Coaching-Kompetenzen einsetzen, begleiten wir Menschen. Dann sollten wir unterscheiden können, wann wir coachen und wann wir beraten. Wir sollten erkennen, wo die Grenzen von Coaching liegen. Und wir sollten in der Lage sein, einen Prozess so zu gestalten, dass nicht unsere eigenen Lösungen im Mittelpunkt stehen, sondern der Mensch, den wir begleiten.
Wie finde ich die richtige Zertifizierung? Im CERTYCOACH® Gratis HUB geben wir Dir Orientierung, worauf Du bei der Wahl der passenden Zertifizierung achten solltest.
Die Vorteile einer Coach-Zertifizierung liegen im Lernprozess selbst
Das Zertifikat erhältst Du am Ende einer Ausbildung. Sein eigentlicher Wert entscheidet sich aber lange vorher. Das merkst Du häufig zum ersten Mal, wenn Du selbst coachst.
Du kennst eine gute Frage und stellst fest, dass sie beim Gegenüber überhaupt nichts auslöst. Du möchtest helfen und bemerkst, dass Du gerade mehr über Deine eigene Lösung nachdenkst als über den Prozess des Coachees. Du stellst eine weitere Frage, obwohl es möglicherweise besser gewesen wäre, noch einen Moment zu warten. Hier beginnt professionelles Coaching-Handwerk.
Denn eine gute Frage zu kennen, ist etwas anderes, als einen Menschen durch einen offenen Prozess begleiten zu können. Dazu gehört, genau zuzuhören, Veränderungen wahrzunehmen, Unsicherheit auszuhalten, eigene Lösungsimpulse zu erkennen und immer wieder zu überprüfen, was das Gegenüber gerade wirklich braucht. Und das lässt sich nicht aus Büchern lernen.
Es braucht praktische Coaching-Erfahrung, qualifiziertes Feedback und erfahrene Ausbildungsleiter, die genau hinschauen. Und es braucht die Bereitschaft, sich auch mit den eigenen Denk- und Verhaltensmustern auseinanderzusetzen. Deshalb liegt einer der größten Vorteile einer Coach-Zertifizierung nicht im Zertifikat selbst, sondern in einem professionellen Ausbildungsweg, der notwendig ist, um es zu erhalten.
Das Verständnis von Zertifizierung bei CERTYCOACH®
CERTYCOACH® vergibt ein offizielles Abschlusszertifikat sowie ein Siegel für den eigenen Auftritt. Beides bescheinigt, dass Teilnehmende das Coaching-Handwerk professionell nach internationalen ICF-Standards gelernt haben.
Die CERTYCOACH® Zertifizierung zeigt an, dass Teilnehmende:
- nach den ICF-Kernkompetenzen ausgebildet sind,
- über ein universelles, methodenübergreifendes Coaching-System verfügen,
- über intensive Coaching-Praxis verfügen.
Noch wichtiger ist es, dass sich unsere Teilnehmenden am Ende der Ausbildung wirklich als Coach fühlen. Daher legen wir in den CERTYCOACH® Ausbildungen höchsten Wert auf die Coaching-Praxis, die Arbeit mit Coachingpartnern und sogar mit Fremdcoachees.
Welche Vorteile bietet eine Coach-Zertifizierung für die eigene Positionierung?
Natürlich hat eine anerkannte Coach-Zertifizierung auch eine Wirkung nach außen. Wer später professionell als Coach arbeitet, wird erklären müssen, wie er Coaching gelernt hat und auf welchem Qualitätsverständnis die eigene Arbeit basiert. Gerade im Unternehmenskontext können Ausbildung, Coaching-Erfahrung und Zertifizierung wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Coaches sein.
Ein nachvollziehbarer Ausbildungsweg kann Vertrauen schaffen. Er zeigt, dass jemand Coaching nicht allein aufgrund eigener Lebens- oder Berufserfahrung anbietet, sondern sich intensiv mit dem professionellen Handwerk auseinandergesetzt hat. Das bedeutet nicht, dass ein Zertifikat automatisch einen guten Coach ausmacht.
Persönlichkeit, Beziehungskompetenz, Erfahrung und die Fähigkeit, sich immer wieder selbst zu reflektieren, lassen sich nicht durch ein Siegel ersetzen. Aber eine seriöse Zertifizierung kann zeigen, dass jemand bereit war, sich fachlichen und ethischen Standards zu stellen, zu trainieren, Feedback anzunehmen und das eigene Können überprüfen zu lassen.
Eine Coach-Zertifizierung ist nur so wertvoll wie das Können dahinter
Die Vorteile einer Coach-Zertifizierung liegen auf der Hand: Sie kann Orientierung schaffen, Vertrauen stärken und dabei helfen, die eigene Professionalität sichtbar zu machen. Ihr eigentlicher Wert liegt aber im Ausbildungsweg, der dahintersteht.
Hast Du ausreichend praktisch gecoacht? Hast Du qualifiziertes Feedback erhalten? Hast Du gelernt, Deine Rolle und Deine Grenzen zu kennen? Kannst Du einen Menschen auch dann souverän begleiten, wenn Dein Plan nicht aufgeht und die nächste Methode gerade nicht weiterhilft?
Wenn Du auf diese Fragen überzeugende Antworten erhältst, wird aus einem Zertifikat ein realer Nachweis professioneller Coach-Werdung.